Grunderbe

Grunderbe ist ein einmal gegebenes Startkapital, das eigentlich jedem Bürger und jeder Bürgerin zustehen sollte - ungeachtet der sozialen Herkunft und praktisch bedingungslos.

Das Grunderbe ist dein Anteilsrecht an der materiellen Welt, in die du geboren wurdest. Es kann der Ausbildung dienen oder für ein Startup genutzt werden, für Wohnungskauf oder Hausbau, Kapitalanlage oder private Altersvorsorge. Der Zweck des Grunderbes ist es, die wirtschaftlichen Startchancen der jungen Erwachsenen etwas anzugleichen und persönliche "Selbstermächtigung" - nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht - anzuregen.

Die Stiftung hat den Anfang gemacht und lost weiter in den nächsten Jahren - je nach Verfügbarkeit der Mittel - jährlich einige Grunderben à 20.000 € aus.

 


Unser konkreter Vorschlag für ein allgemeines Grunderbe in Deutschland:​​​

20.000 € zum 30. Geburtstag

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann einmal im Leben im Alter von 30 Jahren das Grunderbe in Anspruch nehmen. Es wird aus einem Fonds gezahlt, der aus einer relativ geringen Abgabe auf größere Erbschaften gespeist wird. Nur etwa 5 % der jährlichen Erbmasse wird für die Finanzierung des Grunderbefonds nötig sein.

 

Mündige, selbstständige Verwendung

Die für ein Grunderbe Berechtigten suchen sich selbst auf dem freien Markt ein Anlagegut aus, das dann aus dem Grunderbefonds bezahlt wird. Er oder sie muss dieses Gut drei Jahre lang behalten, danach ist die Verwendung völlig frei. Soll das Geld für eine Ausbildung eingesetzt werden, die früher als mit 30 stattfindet, kann das Grunderbe vorgezogen werden.

 

Reiche Erbende zahlen ihr Grunderbe zurück

Den Anspruch auf ein Grunderbe hat prinzipiell jede Person, die mit 30 noch nicht geerbt oder größere Schenkungen bekommen hat. Erbt jemand später noch privat dazu, zahlt er oder sie das Grunderbe in den Fonds zurück. Es werden jedoch nur maximal 20 % des privat Geerbten zurückgezahlt. Er oder sie muss also erst bei einem späteren Erbe im Wert von 100.000 € das erhaltene Grunderbe vollständig zurückzahlen.

 

Eine Gesellschaft mit einem Grunderbe hat klare Vorteile:

Förderung der Chancengleichheit

Mehr finanzielle Startgleichheit, mehr Gerechtigkeit und Solidarität in der gesamten Bevölkerung.

Keine steuerliche Mehrbelastung für Bürgerinnen und Bürger

Das Grunderbe finanziert sich allein aus mäßigen Abgaben auf reiche Erbschaften.

Stärkung der Wirtschaft

Das Grunderbe unterstützt alle darin die eigenen Ideen umzusetzen.

Förderung der ökonomischen Bildung

Das Grunderbe wird das gesamte Bildungssystem dazu anregen die Jugend für den Umgang mit Kapital zu sensibilisieren.

Förderung der Eigenverantwortung

Du entscheidest selbst über die Verwendung.

Förderung des politischen Interesses

Ein Staat, dessen Erbrecht niemanden übersieht und ausschließt, wird automatisch für junge Menschen interessant.

Auf dem Laufenden bleiben:

Kommentare

Victor Busch schrieb am 28.11.2022 um 10:56 Uhr:

Ich bin nicht darauf angewiesen und auch schon über 30. Mit 30 ist ein Grunderbe etwas spät, da zu diesem Zeitpunkt Ausbildung, Partner- und Heimatsuche normalerweise abgeschlossen sind und oft auch schon Kinder ins Leben treten.
Wenn ein Grunderbe etwas bringen soll, dann sollte dies um die 20 Jahre sein. Hier ist man freier und ungebundener, risikobereiter und ideenreicher. Natürlich auch unerfahrener. Aber in den Jahren überlegt man sich die Zukunft, nicht mit 30.

Ein Erbe für Jeden schrieb am 21.10.2022 um 22:42 Uhr:

Herr Bohnenkamp, Frau M.,
Es geht beim Grunderbe nicht um Hilfe für Bedürftige, das ist ein grundlegendes Missverständnis. Das tun andere und das ist auch gut dass sie es tun. Es geht beim Grunderbe um eine Angleichung der Startbedingungen, um nichts anderes. Die Beschränkung auf ein Alter widerspricht nicht im Geringsten der Chancengleichheit. Wenn jedes Jahr alle 30-Jährigen ein Grunderbe bekommen, dann bekommt es jeder genau einmal in seinem Leben.

Wolfgang Bohnenkamp schrieb am 21.10.2022 um 14:21 Uhr:

Die Altersbeschränkung widerspricht eurer Aussage der Chancengleichheit für jeden. Jüngere Leute brauchen nicht annähernd soviel finanzielle Hilfe wie zB. ältere Menschen, Rentner, Arbeitlose, Obdachlose und Sozialhile Empfänger, die von der Gesellschaft zur Zeit ziemlich schlecht behandelt werden. Ich schlage eher eine Beschränkung aufgrund hohen Einkommens vor.

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